Frantschach-St.Gertraud ehrte verdiente Persönlichkeiten

Vizebürgermeisterin a.D. Melitta Müller mit dem Ehrenring in Gold und Johann Eberhard mit der Ehrennadel in Gold zeichnete der unter dem Vorsitz von Bürgermeister Günther Vallant zuletzt tagende Frantschach-St.Gertrauder Gemeinderat für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken zum Wohle der Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger aus. Die Überreichung der Auszeichnungen nahm der Gemeindechef gemeinsam mit seinen beiden amtierenden Vizebürgermeistern Martin Schilcher und Ernst Vallant unmittelbar nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, bei musikalischer Umrahmung durch ein Ensemble der örtlichen Musikschule, vor.

Ebenso einstimmig gestaltete sich der weitere Sitzungsverlauf. Neben der Festlegung der bis 2021 reichenden finanziellen Rahmenbedingungen für die kommunalen Immobilien-KG, der Kenntnisnahme eines ausnahmslos positiven Berichtes über die Ergebnisse der letzten Sitzung des Kontrollausschusses und diversen Grundstücksangelegenheiten, befasste sich der Gemeinderat mit dem Voranschlag 2017 und der ebenfalls bis 2021 reichenden mittelfristigen Finanzplanung. Von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen positiv angemerkt, ist Frantschach-St.Gertraud unter gleichbleibenden Rahmenbedingungen wirtschaftlich gesund und kann durchwegs ausgeglichene Budgets erwarten. Für das laufende Budget des nächsten Jahres sind Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben von jeweils rund 5,5 Mio. Euro kalkuliert, der ebenso ausgeglichene außerordentliche Voranschlag weist Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben von jeweils rund € 2,97 Mio. Euro aus. Damit sollen insbesondere die Verbesserung des Lavant-Hochwasserschutzes, die weitere Sanierung der Göslerstraße, die Kanalisierung der Zellacherstraße mit darauffolgender Generalsanierung, Sanierungen im Bereich der Limberg- und Hintergumitscherstraße sowie erste Maßnahmen zur Ortskernbelebung umgesetzt werden. Die Volksschule, Musikschule, Neue Mittelschule sowie der unmittelbar danebenliegende Gemeindekindergarten sollen zukünftig unter dem Überbegriff „Bildungszentrum Frantschach-St.Gertraud“ firmieren.

In einem gemeinsam mit den ÖBB und den betroffenen Anrainern entwickelten Projekt soll im nächsten Jahr eine Zusammenführung von mehreren im Bereich Zellach gelegenen und derzeit ungesicherten Eisenbahnkreuzungen erfolgen. Damit kann sich die Marktgemeinde einerseits ihrer kaum leistbaren Mitfinanzierungspflicht zur zeitgemäßen Sicherung jedes einzelnen der derzeitigen Bahnübergänge entziehen, zudem mit einer vernünftigen Kostenbeteiligung zum Schutze der Gemeindebevölkerung maßgebliche Verbesserungen der gemeindlichen Infrastruktur, wie Gehwege, Straßenbeleuchtungen und dergleichen mehr erzielen. Der breiten Öffentlichkeit sollen die Projektdetails Mitte Feber 2017 vorgestellt werden.

Ein Konsens konnte auch zur mit Jahresbeginn 2017 unabweisbaren und bisher strittigen Neuregelung der Wassergebühren erzielt werden. Nach 11 ½ Jahren unverändert hoher Tarife wird im Interesse der Wasserbezieher versucht, mit einem neuen Wasserpreis von 1,16 Euro je m3 bezogenem Wasser und einer Bereitstellungsgebühr von 53,30 Euro je Bewertungseinheit und Jahr das Auslangen finden zu können. Ob bzw. inwieweit diese Zielsetzung auch erreicht werden kann, soll 2018 anhand dazu gewonnener Erfahrungen evaluiert werden.

 

(Beitrag AL. Martin Jegart vom 15.12.2016)