Gemeinderat beschließt umfangreiche Infrastrukturinvestitionen für 2026

Zurück zur Übersicht

Mit insgesamt 21 Tagesordnungspunkten war die kürzlich im Veranstaltungszentrum artBOX in St. Gertraud abgehaltene Sitzung des Gemeinderates Frantschach-St. Gertraud besonders umfangreich.

Der Bericht des Kontrollausschusses zur Überprüfung des Rechnungsabschlusses 2025 ergab keinerlei Beanstandungen. Ebenso wurde die Querschnittsprüfung des Landes zur Vergnügungssteuer behandelt. Das Kontrollgremium empfahl, keine Änderungen vorzunehmen – der Gemeinderat nahm die Ergebnisse einstimmig zur Kenntnis.

Bürgermeister Günther Vallant informierte im Anschluss über die Vergabe der Abbrucharbeiten des Festsaales Frantschach im Wege einer dringenden Verfügung. Die Leistungen wurden gemäß Bundesvergabegesetz ausgeschrieben und an den Bestbieter vergeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro und liegen damit deutlich unter den ursprünglichen Schätzungen. Die Finanzierung erfolgt über Bedarfszuweisungsmittel des Landes.

Erfreulich präsentierte sich der Rechnungsabschluss 2025: Die frei verfügbare Eigenfinanzierungskraft beträgt rund 495.000 Euro. Der Abschluss wurde einstimmig beschlossen.

Auch die weiteren Tagesordnungspunkte wurden in konstruktiver Atmosphäre behandelt. So beschloss der Gemeinderat unter anderem einstimmig den Abschluss eines Stromliefervertrages für die Jahre 2028 und 2029, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine neue Wasserversorgung beim Gemeindebauhof, einen neuen Hausverwaltervertrag sowie Vergaberichtlinien für Gemeindewohnungen.

Der Bericht von Vizebürgermeisterin Nina Asprian über die im März 2026 durchgeführten Wildbachbegehungen wurde ebenfalls zustimmend zur Kenntnis genommen.

Weitere einstimmige Beschlüsse betrafen die Veranlagung von Zahlungsmittelreserven, eine Fördervereinbarung mit dem Schutz-Wasserverband Lavanttal sowie die Anpassung der Tarife für die ganztägige Schulform an der Volksschule St. Gertraud. Besonders hervorzuheben ist die künftige Beteiligung der Gemeinde am interkommunalen Personalpool des Gemeinde-Servicezentrums für Kindergärten, um personelle Engpässe besser abfedern zu können.

Ein Schwerpunkt lag auch auf Infrastrukturmaßnahmen: Für Straßensanierungen stehen heuer insgesamt 235.000 Euro zur Verfügung. Grundlage bildet eine gemeinsam mit Joanneum Research durchgeführte Straßenzustandsanalyse. Auf Basis dieser Ergebnisse werden rund 2.700 Laufmeter Straßen in den Bereichen Vorderwölch und Limberg im Sommer mittels Dünnschichtverfahren saniert.

Zusätzlich wird das Brückentragwerk zur „Franz-Müller-Siedlung“ in Untergösel mit einem Investitionsvolumen von rund 40.000 Euro neu errichtet. Die entsprechenden Aufträge und die Finanzierung wurden einstimmig beschlossen.

Den Abschluss bildete die Beschlussfassung zur Neuanschaffung eines Pritschenwagens für den Gemeindebauhof – nach Möglichkeit als E-Transporter – sowie die Veräußerung des bestehenden Fahrzeugs inklusive Finanzierung.